AMASS

Neue Methoden zum effizienten Nachweis der Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme

Ingenieur
Eine starke Vernetzung eingebetteter Systeme erhöht den Aufwand zum Nachweis der Sicherheit und Zuverlässigkeit© tilialucida – fotolia.com

Motivation

Europa und vor allem Deutschland besitzen in der Mikroelektronik besondere Stärken in der Automobil-, Energie-, Sicherheits- und Industrieelektronik. Um die Mikroelektronikkompetenz im Hinblick auf eine breite Digitalisierung zu stärken, fördert die Europäische Kommission gemeinsam mit Mitgliedsstaaten in der Initiative ECSEL Forschungsvorhaben und Pilotlinien. Deutsche Schwerpunkte liegen dabei unter anderem auf softwareintensiven cyber-physischen Systemen.

Ziele und Vorgehen

Sicherheitskritische technische Funktionen spielen in vielen Anwendungen eine immer größere Rolle, z. B. beim automatisierten Fahren oder in medizinischen Geräten. Diese Funktionen werden zunehmend von eingebetteten Rechnersystemen bereitgestellt, die vermehrt zu komplexen cyber-physischen Systemen vernetzt werden. Aufgrund der dadurch stark steigenden Komplexität müssen Systementwickler immer aufwendiger nachweisen, dass ihre Produkte einschlägige Sicherheitsnormen einhalten und entsprechend zertifizierbar sind. Ziel des Projekts AMASS, in dem fünf deutsche mit 25 europäischen Partnern zusammenarbeiten, ist es, diesen Aufwand zu reduzieren. So wird unter anderem ein Ansatz zur branchenübergreifenden Wiederverwendung bereits zertifizierter Teilsysteme entwickelt.

Innovationen und Perspektiven

Die erwarteten Projektergebnisse steigern die Effizienz beim Nachweis der Sicherheit und Zuverlässigkeit cyber-physischer Systeme. Sie wirken sich langfristig auf viele für Deutschland relevante Industriezweige aus, wie Automotive, Medizintechnik, Avionik und Automatisierung.

 

Europäische Partner

Frankreich: Alliance pour les technologies de l' Informatique; CLEARSY SAS; COMMISARIAT A LENERGIE ATOMIQUE ET AUX ENERGIES ALTERNATIVES; Großbritannien: Rapita Systems; Italien: Fondazione Bruno Kessler; Intecs; RINA; Thales Italia SpA; Österreich: AIT Austrian Institute of Technology GmbH; AVL List GmbH; Kompetenzzentrum "Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH"; Siemens Austria; Schweden: ALTEN SVERIGE AKTIEBOLAG; Comentor AB; IMPRONOVA AB; Mälardalen Uni-versity; Safety Integrity; SP Sveriges Tekniska Forskningsinstitut; Spanien: GMV Aerospace and Defence, S.A.U.; Tecnalia Research & Innovation; Thales Alenia Space; The REUSE company; Universidad Carlos III de Madrid; Tschechien: Honeywell; Masaryk University