Rahmenprogramm Mikroelektronik

Die Mikroelektronik trägt entscheidend dazu bei, die Innovationskraft Deutschlands voranzutreiben. Als führender Industriestandort benötigen wir deshalb auch zukünftig umfassende Elektronikkompetenz in Wissenschaft und Wirtschaft.

Portrait Bundesforschungsministerin Johanna Wanka
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka© Steffen Kugler - Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Die Bundesregierung verstärkt und bündelt mit dem vorliegenden Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ihre Maßnahmen, um die Mikroelektronik am Standort Deutschland auszubauen. Das Rahmenprogramm fördert dazu die Potenziale der Mikroelektronik gezielt, um die Innovationsdynamik der Wirtschaft in Deutschland weiter zu steigern. Es ist ein Beitrag zur Umsetzung der neuen Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Die Bundesregierung unterstützt mit dem Rahmenprogramm auch die Strategie für mikro- und nanoelektronische Komponenten und Systeme der Europäischen Kommission vom Mai 2013. Mit der Strategie wird angestrebt, die Elektronikwertschöpfung in Europa bis zum Jahr 2025 deutlich zu steigern. Ein Ziel ist es dabei, neue Forschungsergebnisse in Innovationen umzusetzen, die rasch in den Mikroelektronik-Anwenderbranchen in Europa zum Einsatz kommen. Deshalb sind die Forschungsschwerpunkte auf die Wertschöpfungsketten von der Mikroelektronik bis zu den in Deutschland und Europa starken Anwenderbranchen ausgerichtet.

Das Rahmenprogramm richtet sich an kleine, mittlere und große Unternehmen in der Mikroelektronik und ihren Anwenderindustrien sowie an Hochschulen und außeruniversitäre Forschungsinstitute. Es bezieht zudem Unternehmen und Investoren ein, die in Deutschland einen der weltweit führenden Innovationsstandorte für ihre Produktion nutzen möchten.

Zur Formulierung des Programms, dessen strategische Eckpunkte die Bundesregierung in einem Positionspapier vom Juni 2014 festgesetzt hat, wurde ein Agendaprozess angestoßen. Wesentlicher Bestandteil des Prozesses war ein Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der relevanten Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Branchenverbände. Dieser Dialog wird während der Laufzeit des Programms bis zum Jahr 2020 fortgesetzt. Auf diese Weise sollen relevante Forschungsschwerpunkte durchgehend identifiziert und die Innovations- und Rahmenbedingungen für die Mikroelektronik in Deutschland kontinuierlich verbessert werden.

Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung