MIRS

Miniaturisierte Infrarot-basierte Sensorsysteme

Infrarot-Foto eines Autofahrers
Neue Infrarot-basierte Sensorsysteme erlauben eine zuverlässigere und kostengünstigere Personendetektion in der Automobiltechnik.© Melexis NV

Motivation

Die Mikroelektronik ist der Schlüssel zu Innovationen wie Industrie 4.0, intelligenter Medizintechnik und dem automatisierten Fahren. Um die Innovationsdynamik der Elektronikbranche in diesen Bereichen zu stärken, fördert das BMBF im EUREKA Cluster PENTA deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen in bi- und  multinationalen Verbundprojekten entlang grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten zu den genannten  Applikationsfeldern und bei der Erforschung von neuen Basistechnologien zur künftigen Mikroelektroniksystem-
Fertigung in Europa.

Ziele und Vorgehen

Die Personenerkennung in Räumen oder bei Fahrerassistenzsystemen basiert in aller Regel auf einer  berührungslosen Infrarot-Temperaturmessung durch sogenannte Thermoelemente. Sie spielt in den Bereichen Smart Building und Automobiltechnik eine wichtige Rolle. Bisherige Technologien sind kostenintensiv, verbrauchen viel Energie und benötigen große und daher unattraktive Gehäuse. Im Vorhaben MIRS wird eine neuartige Basistechnologie erforscht, die über die Kombination zweier unterschiedlicher Messprinzipien zu erheblichen Kosten- und Energieeinsparungen führt. Durch die Integration optischer Elemente im Chip wird außerdem die Baugröße verringert. Die Technologie wird in konkreten Anwendungen aus den oben genannten Bereichen überprüft.

Innovationen und Perspektiven

Die neuartigen Thermoelemente sind aufgrund ihrer geringen Kosten und Baugrößen gut für den Einsatz in Leuchten und in der Automobiltechnik geeignet. Aber auch für den Massenmarkt der Mobilgeräte lassen sich damit neue Anwendungen generieren. Das Vorhaben bietet daher eine große Breitenwirksamkeit und Hebelwirkung für die europäische Industrie.