MICROPRINCE

Mikrotransferdruck-Pilotlinie zur flexiblen Herstellung komplexer mikroelektronischer Systeme

Reinraum
Mit MICROPRINCE erhält künftig ein breiterer Kundenkreis Zugang zur kostengünstigen Fertigung komplexer Systeme.© yaaqov Tshuva / Fotolia.de

Motivation

Europa und vor allem Deutschland besitzen in der Mikroelektronik besondere Stärken in der Automobil-, Energie-, Sicherheits- und Industrieelektronik. Um die Mikroelektronikkompetenz im Hinblick auf eine breite Digitalisierung zu stärken, fördert die Europäische Kommission gemeinsam mit Mitgliedsstaaten in der Initiative ECSEL Forschungsvorhaben und Pilotlinien. Deutsche Schwerpunkte liegen dabei auf multi-funktionalen Elektroniksystemen, energiesparender Leistungselektronik, Design komplexer Systeme sowie Produktionstechnologien.

Ziele und Vorgehen

Ziel im Verbundvorhaben ist es, eine Pilotlinie für den Mikrotransferdruck (μTP) zu entwickeln und aufzubauen. Mit dieser neuen Technologie können weiter miniaturisierte More-than-Moore-Systeme kostengünstig und flexibel hergestellt werden, also Systeme, die z.B. digitale und analoge Komponenten auf einem Chip kombinieren. Das internationale Konsortium will die Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Praxis schließen und dafür fünf verschiedene Anwendungsszenarien erproben. Der Mikrotransferdruck ist besonders dafür interessant, optische Filter, Sensoren und integrierte Schaltkreise mit anderen Komponenten zu kombinieren.

Innovationen und Perspektiven

MICROPRINCE zielt darauf ab, den Mikrotransferdruck so weiterzuentwickeln, dass er erstmalig in der industriellen Fertigung genutzt werden kann. Die in Deutschland entstehende Pilotlinie soll diese neue Technologie einem breiten Kundenkreis, insbesondere KMU, kostengünstig zugänglich machen. Dies eröffnet die Perspektive, miniaturisierte, kostengünstige Module anzubieten, die zum Beispiel im Internet der Dinge zur Anwendung kommen.